ighid in der WZ zum Thema Hundekot

Posted By Redaktion / 19. September 2015 / , , , , , , , / 1 Comment

Für eine Stadt ohne Hundekot

Burkhard Küppers wünscht sich ein Krefeld ohne Hundekot. Für Nadine Jacobs (im Hintergrund) ist es selbstverständlich, für Hund Lino eine der 82 Stationen zu nutzen und eine Kot-Tüte zu ziehen.
Foto: Dirk Jochmann

Initiative gegen Hundekot

18. September 2015 – 23:59 Uhr
Von Christiane Kathrin Dase

 

Burkhard Küppers fordert „Umdenken durch Aufklären“ und hat deswegen eine Initiative gestartet.

Krefeld. Über die Hinterlassenschaften von Hunden und seinen Ärger darüber könnte Burkhard Küppers ein Buch schreiben. „Hundekot stinkt, Mitarbeiter mancher Städte weigern sich, öffentliche Rasenflächen zu mähen, weil ihnen die Scheiße im Wortsinn um die Ohren fliegt, auf der Straße tritt man rein.“ Küppers glaubt: Zu vielen Herrchen seien die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner schlicht „scheißegal“. Vor einigen Monaten sei ihm, selbst Hundebesitzer, schließlich der Kragen geplatzt: „Ich bin mit unserer Hündin auf dem Ostwall Gassi gegangen und beim Aufsammeln ihres Haufens selbst in einen getreten.“

Küppers will Hundekot landesweit um die Hälfte reduzieren

Aus seiner Wut heraus fordert Küppers nicht nur eine „kackfreie Stadt Krefeld“, sondern hat mit den Mitarbeitern seiner Werbeagentur auch die „Initiative gegen Hundekot in Deutschland“ (Ighid) gestartet. Das Ziel klingt ambitioniert – denn allein Berlins Hunde hinterlassen täglich 55 Tonnen:
„Wir wollen das Aufkommen von Hundekot in Deutschland um 50 Prozent reduzieren.“ Und wie? „Umdenken durch Aufklären“, beschreibt Küppers Ighids Taktik.

Auf Facebook weist die Initiative „Liegenlasser“ etwa darauf hin, dass Hundekot schneller zu ihnen zurückkehrt, als viele glauben – den Schmeißfliegen sei Dank. Sie greift auch die Aktion „Clean Berlin“ auf, bei der Cindy aus Marzahn den Hauptstadt-Hundehaufen den „Berlin Shitty Song“ widmete. Humor gehöre dazu, „das muss nicht alles so bierernst sein“, findet Küppers, auch wenn die stinkenden Hinterlassenschaften für manch einen ernsthafte Folgen hätten: „Die junge Frau, die auf dem Weg zum Vorstellungsgespräch in einen Haufen tritt, der Rentner, der die Scheiße unterm Schuh nur schwer wieder loswird, oder das Kind auf dem Spielplatz“, zählt Küppers auf. „Kinder stecken alles mögliche in den Mund. Auch Hundekacke.“ Die Aufforderung vieler Städte, „unsere Stadt soll sauber sein“, reiche vielen Bürgern eben nicht aus. „Wir finden Motive, die die Leute akzeptieren.“

Burkhard Küppers will aber nicht nur meckern. Seit 2009 habe die Stadt Krefeld 82 so genannte Hundekotstationen mit Tüten zum Entsorgen der Hinterlassenschaften im gesamten Stadtgebiet aufgestellt. Im nächsten Jahr sollen weitere folgen. „Es ist viel sauberer geworden“, findet Hundebesitzerin Nadine Jacobs, die sich bei Spaziergängen mit Lino häufig an den Stationen bedient.

Nur wenige Kilometer entfernt, in Kempen, kämpfe man auch mit dem Hundekot. Dass die Politiker sich dort „dazu durchgerungen haben“, drei Stationen aufzustellen, hält Küppers für einen Witz. Mit seiner Initiative will er auch aufzeigen, welche Lösungsansätze in anderen Städten funktionieren. „Wir wissen, dass wir etwas erreichen können!“ Wenn es nach ihm geht, „hat in Zukunft jeder Hundebesitzer eine Tüte in der Tasche“.

Westdeutsche Zeitung

ighid im Netz: Initiative Ighid recherchiert bundesweit zum Thema Hundekot und veröffentlicht Infos auf Facebook und dem neuen Onlineportal. Finanziell unterstützt wird die Initiative von Unternehmen, die im Gegenzug auf dem Portal werben dürfen. Weitere Unterstützer werden gesucht. Infos: www.ighid.de.

Comments

One Comment

  • Josef Kleiner
    21. September 2015 at 13:51

    Zu Ihrem WZ Bericht vom 19.09.2015 über Verschmutzung durch Hundekot .
    Seit einigen Jahren stelle ich Hundetüten-Behälter zum Aufhängen an Masten kostenlos zur Verfügung.
    Einer hängt am Schinkenplatz und einer in einer Seitenstraße .Der Erfolg ist deutlich spürbar.
    Leider gibt es immer noch Hundehalter, die ein Problem mit Sauberkeit haben. Die Herstellung dieser Hundetüten-Behälter liegt unter € 1,- .
    Bei Nachahmung bin ich gerne zur Auskunft bereit.

    Josef Kleiner
    Dreikönigenstr. 29
    Tel.: 02151-23163

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