Ich heb auf und du bringst weg

Posted By Redaktion / 8. August 2016 / , , / 0 Comments

Gastbeitrag von Chrissy Zeh

Chrissy Zeh – Hundetrainerin aus Leidenschaft

 

Ihrer Hündin Mayla hat sie beigebracht, die Hundehaufen selbst im nächsten Abfalleimer zu entsorgen.

 

Für die einen wird darum viel zu viel Wind gemacht, für die anderen ist es mehr und mehr Grund zu großem Ärgernis:

Hundekot.

Den Kot seines eigenen Hundes aufsammeln und entsorgen?

Für viele Hundehalter selbstverständlich. Und für die meisten zumindest überall dort, wo er als Ärgernis enden könnte.

Dennoch begegnen einem verwaiste Hundehaufen im Alltag immer noch täglich – teilweise auf Spielplätzen, mitten auf dem Gehweg oder auch nur wenige Meter von Hundekotstation oder Mülleimer entfernt.

Und wo einmal ein Kothaufen liegt, kommt schnell ein weiterer hinzu.

Dafür verantwortlich sind psychologische Effekte wie der soziale Einfluss und die pluralistische Ignoranz, welche dafür sorgen, dass wir uns in unschlüssigen Situationen („Sammel ich den Kot hier auf oder nicht?“) an dem Verhalten anderer orientieren und unser Handeln darauf begründen („Wenn hier eh schon ein Häufchen liegt…“)

Dabei sprechen zahlreiche Gründe dafür, den Kot seines Hundes konsequent zu entsorgen:

Wer selbst schon mal in Hundekot getreten ist, legt sicherlich keinen Wert darauf, diese Erfahrung zu wiederholen. Und da Kinder nicht nur auf gekennzeichneten Flächen spielen dürfen, ist es natürlich auch sinnvoll ein Hundehäufchen nicht nur auf öffentlichen Rasenflächen oder festen Wegen zu entsorgen.

Zudem lässt sich nicht leugnen, dass Hundekot gewisse Krankheitsrisiken birgt – nicht nur für uns Menschen (hier sind insbesondere kleine Kinder betroffen) sondern vor allem auch für andere Hunde und Tiere. Seien es Parasiten oder Infekte – teilweise reicht zur Übertragung das Schnüffeln an der Hinterlassenschaft des erkrankten Hundes. Ganz abgesehen davon, dass es zahlreiche Hunde gibt, die fremden Kot überaus gerne fressen oder sich zumindest darin wälzen.

Den Kot dann zumindest da liegen lassen, wo weder Mensch noch Hund etwas verloren haben? Ja, sicherlich gibt es Stellen, an denen ein Hundehaufen wirklich niemandem in die Quere kommt – und dort spricht doch dann auch nichts dagegen die Hinterlassenschaften liegen zu lassen. Schließlich verrotten sie ohne den Plastikbeutel auch deutlich umweltfreundlicher…

Obstwiesen sowie Felder und Wiesen der Bauern zählen allerdings nicht dazu – Kot und vor allem auch liegen gebliebene Kotbeutel mit Inhalt sorgen leider dafür, dass Hundehalter und Hunde sich vielerorts bei Kleingärtnern und Bauern nicht mehr besonderer Beliebtheit erfreuen.

Und keine Frage – gerade für die Ernte der Bauern und für die Umwelt im Allgemeinen ist es natürlich fatal, wenn der Kot zwar aufgesammelt wird, dann aber in den Plastiktüten dauerhaft liegen bleibt oder ins nächste Gebüsch geworfen wird.

Es ist verständlich, dass man die Motivation zum Kot-Entsorgen verliert wenn man kilometerweit keinen Mülleimer auf seinem Weg findet. Hier sollten zahlreiche Gemeinden ihre Hundebesitzer besser unterstützen und einige Hundehalter fragen sich zu Recht wofür sie Hundesteuer zahlen. Ob man damit jedoch begründen kann, Kotbeutel einfach liegen zu lassen oder den Kot auch an den unmöglichsten Stellen nicht mehr aufzusammeln, muss wohl jeder für sich entscheiden.

Letztlich spricht noch ein ganz entscheidender Grund dafür, dass wir Hundehalter gemeinsam dafür sorgen sollten, unsere Umwelt frei von Kothaufen zu halten:

Wusstest du, dass Experten sich darüber einig sind, dass es einen engen Zusammenhang zwischen Hundekot und Giftködern gibt? Der Ärger über Hundehaufen ist zwar nicht alleiniges Motiv für die Täter und wir sind uns sicherlich auch einig darüber, dass nichts, wirklich gar nichts rechtfertigt Giftköder auszulegen!

Dennoch ist es eine Tatsache, dass der Ärger über die Verunreinigung öffentlicher und privater Flächen durch Hundekot ein Grund dafür ist, dass bei vielen Menschen die Abneigung gegenüber Hunden wächst. Und die Kothaufen einiger Hunde fallen leider immer auf alle Hunde zurück.

Wenn wir alle unseren Teil dazu beitragen, diesen Ärger zu vermeiden, können wir „Hundehassern“ den Wind etwas aus den Segeln nehmen – und damit wäre dann allen geholfen!

 

„Es ist nicht gesagt, dass es besser wird, wenn es anders wird.

Wenn es aber besser werden soll, muss es anders werden.“

– Georg Christoph Lichtenberg –

Weitere Infomationen zum Hundetraining

Mein Traumhund

 

www.meintraumhund.de

 

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