Filmhund Mumford unterstützt Hundekotkampagne

Posted By Redaktion / 10. Dezember 2016 / , , , , , / 0 Comments

Vierbeiniger Filmheld in Tönisvorst

Tierischer Filmstar wirbt für mehr Verantwortung im Umgang mit Tieren

 

Man kann sogar Schmetterlinge oder Reptilien „trainieren“: „Ein richtiges Training – wie bei einem Hund – ist es nicht. Man kann sich aber die natürlichen Eigenschaften der Tiere zunutze machen und mit Licht, Wärme oder Gerüchen arbeiten“, sagt Deutschlands wohl bekannteste Tierfilmtrainerin, Katja Elsässer. Auf ihrem „Filmtierhof“ geht es zu wie bei Pippi Langstrumpf- dort verlässt gerade ein Pony in der Küche, da macht es sich ein Huhn auf dem Stuhl am großen Esstisch bequem und wartet darauf was es zu essen gibt.

Filmhund Mumford wird auch von Elsässers „Filmtierhof“ aus vermittelt. Gemeinsam mit Trainerin Charly besucht der die Drehsets und zeigt sein Können.

Mit vier Pfoten in einer kleinen Pfanne stehen – ganz nach dem Sprichwort: „Da wird ja der Hund in der Pfanne verrückt“? Für Mumford überhaupt kein Problem. Der talentierte Hund kann aber noch mehr. Denn wie ein „echter“ Schauspieler, muss er auch Gefühle zeigen können. „Mumford, schäm Dich mal!“, so die Aufforderung von Trainerin Charlie an den 5-jährigen Rüden. 

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Prompt bedeckt Mumford seine Augen mit der felligen Pfote. Manche Szenen verlangen, dass man einen – vermeintlich – toten Hund wegtragen muss. Wieder kein Problem für Mumford, der sich liegend – wie ein Brett – hochheben und steif weg tragen lässt. Mumford kann sogar im Haushalt helfen. Nicht ganz so gut wie die Kinder zuhause bei ihren Eltern – aber für einen Vierbeiner mehr als beeindruckend. So hebt der 5-jährige Rüde locker einen geschlossenen Mülleimer an und entsorgt darin Papierabfall. Oder holt die Post aus dem Briefkasten.

Mumford kann aber auch den „Super-Cop“ mimen und Bösenwichte dingfest machen: Indem er die Trainerin mit einem Seil einwickelt. Unter dem Moto „ich steig Dir gleich aufs Dach“ klettert er ihr auf den Rücken oder  macht Hundeliegestütze, Michael Jacksons Moonwalk und sogar Handstand.

Nach unzähligen Tricks und 50 Minuten Vorstellung verabschieden sich schließlich Mumford und Charlie, wir können der berühmten Tierfilmtrainerin – die neben Hunden auch Fledermäuse, Reptilien und Insekten auf dem Filmtierhof hat – noch ausgiebig Fragen stellen: „Wie kriegt man einen Hund dazu, Handstand zu machen?“, die erste Frage.

„Mit viel Liebe, Geduld und Gefühl“, so Katja Elsässer, die diese drei Wörter immer wiederholt. Im Detail aber, indem man den Hund erst rückwärts gehen lässt, dann auf ein flaches Buch mit den Hinterpfoten steigen lässt, diesen Stapel mit der Zeit höher werden lässt, bis der Hund so trainiert ist, dass er mit den Hinterläufen eine Wand hoch gehen kann. „Minimum anderthalb Jahre Zeit braucht man, damit der Hund ganz in Ruhe seine Muskeln aufbauen kann. Vor allem aber eben mit viel Geduld, Belohnungen und Liebe“, ergänzt Trainerin Charlie.

Und nicht jedes Tier eigne sich für die Arbeit am Filmset, es müssen schon „Schauspieler“ sein. Wie man an die Tiere kommt? „Wie bei einer ,Modellagentur’ melden sich bei uns Tierbesitzer. Wie die Besitzerin eines Pferd, die nur Filmaufträge ohne Gebiss – sprich Eisenstange im Maul – annimmt“, erläutert Katja Elsässer. Ihre Tiere sind in den verschiedensten Film-TV-Formaten zu sehen, wie zum Beispiel „Bibi & Tina“, „Fünf Freunde“ und auch „Vampirschwestern“. Zu den Filmtieren gehören neben Hunden auch Ponys, Eulen, Schlangen und nicht zuletzt Hühner.

Letzte Frage betrifft das Fressen der Hunde – und damit indirekt das Ziel der ighid-Kampagne „Tönisvorst – Hundekot-frei“: „Hunde fressen Fleisch. Und genau darum müssen wir uns auch kümmern, wenn es hinten wieder rauskommt. Darum meine Bitte an Euch, dass ihr mit darauf achtet, dass die Hinterlassenschaften der Hunde aufgesammelt werden“, so Elsässers Appell an alle Hundehalter. „Denn“ – so wie es ighid-Chef Burkhard Küppers zur Begrüßung sagte: „Gerade ältere Menschen – wie vielleicht die eigenen Großeltern-, die mit einem Rollator oder Rollstuhl unterwegs sind, werden sehr in Mitleidenschaft gezogen, wenn sich an den Rädern ihrer Hilfsmittel Hundekot verfängt.“

 

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